Antonín Dvořáks „Stabat Mater“

Stabat Mater ist ein sehr anrührendes Werk, in dem der Komponist bei der Vertonung der mittelalterlichen Sequenz, in der die Mutter Jesu ihren Schmerz über den gekreuzigten Sohn formuliert, die eigene Trauer über den Verlust mehrerer Kinder einfließen lässt.

Die aus zehn Versen bestehende Sequenz bestimmt auch den formalen Rahmen der Komposition. Der Auslöser für die Komposition wird im Verlust der Tochter Dvoraks im September 1875 gesehen, erste Skizzen entstehen im Frühjahr 1876. Im Jahr 1877 folgen die nächsten schweren Schicksalsschläge: zwei weitere Kinder Dvoraks sterben im Kindes- oder Säuglingsalter. Diesen Schmerz hört man seinem Werk einerseits an, andererseits findet er auch musikalisch und klanglich eine sehr feinsinnige Befreiung aus dieser Trauer hin zu Trost und Zuversicht.
Am 23. Dezember 1880 wird das Oratorium in Prag uraufgeführt, eine Aufführung im Jahr 1884 in der Royal Albert Hall verschaffte dem Werk und dem Komponisten den endgültigen internationalen Durchbruch.


Video Motettenchor

Das Video über den Motettenchor der Ulmer Münsterkantorei unter der Leitung von Friedemann Johannes Wieland.

Interviews:
Friedemann Johannes Wieland (Erster Organist & Münsterkantor)
Veronika Still (Chorsopran)
Herbert Sixt (Chorbass)

Musik:
Felix Mendelssohn-Bartholdy
“Denn er hat seinen Engeln“
(Doppelquartett aus dem Oratorium „Elias“)
Andreas Hammerschmidt
“Jauchzeit ihr Himmel“
Albert Becker
„Einen anderen Grund kann niemand legen“

Produktion:
Lichtspieler Film
lichtspieler.net
Tonaufnahmen:
Klangmanufaktur
klang-manufaktur.de